Transformation mit Sinn und Verstand gestalten
Wie KI Produktion und Design bewegt
mit Beate Scheufele am 9. September 2026
Eingeladen von
Claus Seitz
Beate Scheufele, Inhaberin und Geschäftsführerin der Frankfurter Design- und Kommunikationsagentur she im treecomm Talk mit Claus Seitz, geschäftsführender Gesellschafter der Produktionsagentur Komminform. Beide treecomm-Partner gehen der im Kontext von Nachhaltigkeitskommunikation der zentralen Frage nach, wie sich Design und Produktion in Zeiten von KI verändern – und welche Strategien und Lösungsansätze den Umgang mit dieser Entwicklung positiv beeinflussen.
Claus Seitz Liebe Beate, welche Rolle spielt KI in der Kreation bei she?
Beate Scheufele Wir verstehen KI wie eine Assistenz in unserem Team, die wir z.B. in der Konzeptphase bei der Erstellung von Mood Boards oder in Präsentationslayouts einsetzen, um eine Bildidee zu veranschaulichen. Dies nicht nur im Bereich von Nachhaltigkeitsberichten, sondern vor allem, wenn es um Unternehmensauftritte und Imagekampagnen geht. KI unterstützt in dieser frühen Phase unsere konzeptionelle Arbeit.
Beate Scheufele Wie sehr hat KI euer Geschäft als Produktionsagentur verändert, Claus?
Claus Seitz Witzigerweise bildet KI ja bereits die Abkürzung unseres Namens Komminform. Wir sind seitdem über 25-jährigen Bestehen unserer Produktionsagentur schon immer mit der Zeit gegangen. So setzen wir als zertifizierter Partner von mms solutions Reports auf eine fortschrittliche Plattformlösung – Stichwort „Automatisierung von Reportingprozessen“. Die KI ist für uns eine weitere Entwicklung im Rahmen der Digitalisierung. Sie fordert aber auch unseren Innovationsgeist heraus. Nachhaltigkeit bedeutet für uns nicht nur etwas für Mensch, Klima und Umwelt zu tun, sondern auch nachhaltig innovativ zu bleiben.
Claus Seitz Welche größten Herausforderungen verbindest du als Chefin einer Designagentur mit der KI?
Beate Scheufele Sie immer wieder neu und zielgerichtet einzuordnen – und dabei vor allem unsere Kunden zu unterstützen. Denn aktuell passiert es immer wieder, dass Kunden durch die KI eigens generierte Kampagnen inhouse aufsetzen. Leider ganz oft mit defizitären Ergebnissen, bei denen z.B. das Corporate Design nicht sauber eingebunden wird oder auch Bildmotive entstehen, die qualitativ erhebliche Schwächen aufzeigen. Unsere Agenturleistung besteht darin, dass wir uns quasi als CD- und KI-Guides frühzeitig in solche KI-generierten Kampagnen-Entwicklungen mit einbinden. Dadurch gewährleisten wir auf Kundenseite einen professionellen CD-Umgang und eine hohe Umsetzungsqualität. Gerade wenn es um die Identität eines Unternehmens oder um Nachhaltigkeitskommunikation geht, braucht es ein hohes Maß an Glaubwürdigkeit durch Klarheit und Authentizität.
Beate Scheufele Wie siehst du die weitere KI-Entwicklung in der Produktion, Claus?
Claus Seitz Dynamisch, um es auf den Punkt zu bringen. Wir transformieren auf sehr hohem Niveau und zwar 360-Grad. Denn neben den digitalen Entwicklungen müssen wir ja auch jede Menge regulatorische Anforderungen erfüllen, wie jüngst die EU-Verpackungsverordnung (PPWR). Die KI ist also nur einer von vielen Faktoren, die unser Produktionsgeschäft massiv beeinflussen. Dementsprechend nachhaltig und dynamisch richten wir uns in der Unternehmensstrategie aus, um möglichst alle relevanten Felder optimal abdecken zu können.
Claus Seitz Beate, welche wichtigste Erkenntnis nimmst du im Zusammenhang mit der KI-Diskussion mit?
Beate Scheufele KI-Tools werden einen festen Bestandteil in unserem kreativen Arbeitsalltag einnehmen. Wichtig dabei ist, dass wir als Menschen in der Führung bleiben – und den besonderen Wert des Menschlichen und der Authentizität gerade in der Entwicklung von Marken-Identitäten und nachhaltigen Kommunikationsthemen hochhalten und betonen. Dann kann im Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine Gutes und Sinnvolles entstehen.
Claus Seitz Das hätte ich kaum besser zusammenfassen können. Bleiben wir kritisch, konstruktiv und positiv gestimmt und nutzen die KI verantwortungsvoll und gleichzeitig effektiv.